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Sein breites Repertoire reicht von der Renaissance bis zur zeitgenössischen Musik; zahlreiche Uraufführungen sind mit seinem Namen verbunden. Er gilt als engagierter Interpret der ungarischen Gegenwartsmusik sowie der Werke von Bartók, Kodály, Ligeti, Kurtág und Eötvös.
Er dirigierte in bedeutenden Konzertsälen wie der Elbphilharmonie Hamburg und dem MüPa Budapest und war als Chordirektor bei den Salzburger Festspielen, beim Donizetti-Festival in Bergamo, im Gewandhaus zu Leipzig, im Concertgebouw Amsterdam, im BOZAR Brüssel, im Auditorium de Radio France sowie im Auditorium Rainier III in Monte Carlo tätig.
In den vergangenen Jahren arbeitete er mit bedeutenden Dirigenten und Ensembles zusammen, darunter Sir Simon Rattle und die Berliner Philharmoniker, Daniel Harding, Péter Eötvös und die Wiener Philharmoniker, Zubin Mehta und das Israel Philharmonic Orchestra sowie Alan Gilbert, Helmuth Rilling, Pier Giorgio Morandi, Zoltán Kocsis, György Vashegyi, Gergely Kesselyák, Iván Fischer, Ádám Fischer und Carlos Miguel Prieto.
Er ist ein gefragter Gastdirigent von Orchestern, insbesondere im Bereich des oratorischen Repertoires. Er konzertierte unter anderem mit dem Ungarischen Rundfunk-Sinfonieorchester, den Kodály Philharmonikern Debrecen, dem Philharmonischen Orchester Győr, dem Staatsphilharmonie-Orchester Oradea sowie dem Alba Regia Sinfonieorchester.
Von 2009 bis 2014 war er Chefdirigent des Kodály Chors Debrecen. In dieser Zeit leitete er mehr als 130 Konzerte und einstudierte weitere 131 Programme. Unter seiner Leitung erklangen unter anderem Alfred Schnittkes Concerto for Choir sowie Rodion Schtschedrins Der versiegelte Engel (Zapechatlennyi angel). Ebenso fand die ungarische Erstaufführung von Benjamin Brittens frühem Oratorium The Company of Heaven statt. Im Dezember 2012 wurde der Kodály Chor unter seiner Leitung mit dem Prima-Preis ausgezeichnet.
Im Herbst 2012 wirkte er als Einstudierer bei der ersten Opernproduktion in der Geschichte Katars (Aida von Verdi) und leitete einen Chor, der sich aus Mitgliedern des Kodály Chors Debrecen und des Chors der Ungarischen Staatsoper zusammensetzte.
Er arbeitete mit dem Ungarischen Nationalchor, dem Ungarischen Männerchor, dem Purcell Chor sowie dem Cantemus Chor zusammen.
Als engagierter Pädagoge gibt er weltweit Workshops und Dirigiermeisterkurse. Von 2005 bis 2021 lehrte er an der Liszt-Ferenc-Musikuniversität in Budapest (zunächst als Assistent, später als Dozent). 2011 promovierte er mit Auszeichnung (summa cum laude) zum DLA mit einer Dissertation über Die „Passion“ von Dietrich Buxtehude. 2008 arbeitete er mit den Chören des Zentralen Musikkonservatoriums in Peking.
Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Dirigierkursen (u. a. in Limerick, Marktoberdorf und Ankara), arbeitet häufig mit Jugendchören und ist wiederkehrendes Jurymitglied bei internationalen Chor- und Dirigierwettbewerben.
Von 2009 bis 2014 war er Mitglied des Künstlerischen Beirats des Internationalen Béla-Bartók-Chorwettbewerbs und wirkte 2013–2014 als dessen künstlerischer Leiter.
Für seine künstlerischen Leistungen wurde er 2018 mit dem Liszt-Ferenc-Preis und 2022 mit dem Lajtha-Preis ausgezeichnet.